Meine BIG

Ich suchte nach 15 Jahren Abstinenz ein Motorrad auf dem ich mit über 1,90 m Körpergröße noch bequem sitzen kann und nicht beim Fahren mit den Knien meine Ohren zuhalten kann. Die Jogutbecher sind somit alle herausgefallen und die Chopper waren noch nie eine Wahl für mich. Außerdem sollte sie bezahlbar sein. Am Ende standen eine Yamaha oder eine Suzuki zur Auswahl. Als ich bei meinem Händler aber dieses Prachtstück gesehen hatte wollte ich sie unbedingt haben. Es war Liebe auf den Ersten Blick. Das war im Januar 1995 sie war damals  9 Monate alt und hatte 19000 km runter. In der Zwischenzeit habe ich viele interessante Touren in Europa mit ihr gemacht. Probleme gab es mit ihr nie. Ein Satz Reifen hält bei mir ungefähr 10000 km, eine Kette ca. 12000 km. Bei Kilometerstand 50000 wurde das Kopflager gewechselt und bei 67000 km die Kupplung.

Im Jahr 2000 baute ich mir einen zusätzlichen Tacho von Sigma ein. Magnet und Geber Bei der damaligen Tour durch Skandinavien stieg das Antriebesritzel am Vorderrad für den Tacho aus. Da ich mich am Anfang der Tour befand, war es nicht angenehm. Wie schnell bin ich? Wie weit komme ich noch?

2002 baute ich mir noch eine Steckdose ein. Man hat doch so einige Batterien für Handy, Fotoapparat usw. mit, die auch mal geladen werden müssen und nicht immer steht  eine 220 V Steckdose zur Verfügung. Jetzt ja.

Aber 2005 hat es mich gepackt es begann der Umbau.

Die Gabelfedern wurden durch progressive Federn von Wirth ausgetauscht. Dem Heck gönnte ich eine neues Federbein mit hydraulischer Federvorspannung von Wilbers sowie ein längeres Federbein für eine Fahrwerkserhöhung.

Hier die Vergleiche

Vordergabel vor   

nach                     Nach FederwechseUmbau. 2,5 cm höher

Federbein vor      Sitzhöhe vor   Heck vor dem Umbau

nach                     nach Federbeinwechsel  nach Federbeinwechsel  Umbau. Die Sitzhöhe veränderte sich um 3,5 cm und das Heck wurde um 21,5 cm angehoben.

Im Februar 2006 hab ich der Dicken Heizgriffe von Daytona verpasst und oberhalb des Armaturenbrettes zwei Steckdosen installiert.

Der erste Versuch den Heizgriff auf der Hülse des Gasgriffes mit Kraftkleber festzukleben misslang. Nach der ersten Probefahrt mit eingeschalteter Heizung löste sich die Verklebung. Im zweiten Versuch hab ich es mit Zweikompunentenkleber versucht. Dieser Versuch war besser es hält.

Es war ein ziemlicher Akt den alten Gummigriff von der Hülse zu bekommen. Es war eine Schnitzarbeit mit Messer, Feile, Beitel und Fluchen. Da die Griffe von Daytona ziemlich lang sind und ich sie nicht abschneiden wollte, feilte ich die Kante an der Hülse links, an der Seite wo die Bowdenzüge eingehängt werden, bis auf einen kleinen Ring ab. Die Griffe liegen jetzt eng an, wie beim Original

Im Zubehör gibt es so schöne, unsinnig und teure Sachen die man noch an- oder einbauen kann.